Willkommen beim österreichischen Fußabdruck-Rechner

Ihr Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft.

Bestimmen Sie die Größe Ihres Fußabdruckes und entdecken Sie Möglichkeiten, die ökologische Übernutzung zu verringern.

 

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Impressum

Impressum gemäß § 24 (3) Mediengesetz

Medieninhaber und Herausgeber

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft,
Stubenring 1, 1012 Wien
www.bmlfuw.gv.at
Kontakt: christian.beiwl@bmlfuw.gv.at
Hersteller: footprint-consult e.U. Footprintings für Regionen, Unternehmen und Produkte Strategien für AkteurInnen der Zukunftsfähigkeit
FN 913753a
Schusswallg. 2-2-9, A-1050 Wien
www.footprint-consult.com
Kontakt: rechner-oe@footprint-consult.com

Verlags- und Herstellungsort: Wien

Erklärung über die grundsätzliche Richtung (Offenlegung gem. § 25 des Mediengesetzes): Die Website www.mein-footprint.at - "Der österreichische Fußabdruck-Rechner" dient zur Information der Öffentlichkeit und ermöglicht es, die Zukunftsfähigkeit des eigenen Lebensstils zu testen.

Vermerk zur geschlechterneutralen Formulierung

Auch wenn im Text nicht immer explizit ausgeschrieben, beziehen sich alle personenbezogenen Formulierungen auf weibliche und männliche Personen.

Haftungsausschluss

Diese Website des österreichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) bietet der Öffentlichkeit Informationen zum Thema Nachhaltigkeit. Mit Hilfe des "Österreichischen Fußabdruck-Rechners" kann jeder seinen Verbrauch an Ressourcen auf dem Planeten Erde ermitteln und durch seinen Fußabdruck seinen persönlichen Lebensstil abbilden.
Unser Ziel ist es, genaue und aktuelle Informationen bereitzustellen. Wenn wir Kenntnis über Fehler oder Irrtümer erhalten, werden wir versuchen, diese zu berichtigen:

Fachliche Info- bzw. Kontakt-E-Mail: rechner-oe@footprint-consult.com

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Ihr Footprint

gha

Durchschnitt
(Österreich)

gha

Verhältnis

%

Der Ökologische Fußabdruck beschreibt jenen Flächenbedarf, den jeder Einzelne durch sein persönliches Lebensverhalten (Ernährung - Mobilität - Wohnen - Konsum) und den allgemeinen gesellschaftlichen Anteil (Grauer Fußabdruck) in Anspruch nimmt.

Hätten alle ErdenbürgerInnen Ihren Fußabdruck, bräuchten wir Planeten, um allen den gleichen Zugriff auf Ressourcen und Energie zu ermöglichen.

Gratulation!

Sie haben bereits einen weitgehend zukunftssicheren Lebensstil. Teilen Sie Ihre Erfahrungen über das „Gute Leben mit kleinem Footprint“ mit möglichst vielen Menschen. Eine weitere Reduktion Ihres Footprints erfordert gemeinsame Anstrengungen zur Reduktion des gesellschaftlichen Fußabdrucks. Engagieren Sie sich für eine zukunftssichere Politik und Wirtschaftsordnung.

Gut Unterwegs!

Ihr Fußabdruck ist bereits deutlich kleiner als der österreichische Durchschnitt. Ermutigen Sie auch Familie und Freunde zu einer Verkleinerung des Fußabdrucks. Engagieren Sie sich auch für wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die zukunftssichere Lebensstile belohnen.
Ihr Fußabdruck liegt im Bereich des österreichischen Durchschnitts. Gemessen an den globalen Notwendigkeiten ist er aber leider zu hoch. Beachten Sie die Empfehlungen und entdecken Sie die vielfältigen Möglichkeiten, die Lebensqualität zu steigern, die Energie-Kosten zu senken und dabei auch den Fußabdruck zu verkleinern.
Ihr Fußabdruck liegt deutlich über dem österreichischen Durchschnitt und ist damit gemessen an den globalen Notwendigkeiten viel zu hoch. Beachten Sie die Empfehlungen und entdecken Sie die vielfältigen Möglichkeiten, die Lebensqualität zu steigern, die Energie-Kosten zu senken und dabei auch den Fußabdruck zu verkleinern.
Ihr Fußabdruck liegt leider weit über dem österreichischen Durchschnitt und ist damit gemessen an den globalen Notwendigkeiten unvertretbar hoch. Beachten Sie die Empfehlungen zu den vielfältigen Möglichkeiten, Ihren Fußabdruck zu verkleinern.

 

Zusammenfassung unserer Empfehlungen an Sie:

Wohnen
Ernährung
Mobilität
Konsum

Der Ökologische Fußabdruck (Footprint) ist ein Bilanzinstrument, das die Beanspruchung von Natur in Form der dafür benötigten bioproduktiven Flächen bemisst und in Beziehung zur tatsächlich vorhandenen Fläche bringen kann.

Produktive Flächen der Erde sind für die Produktion von Gütern und Energie und die Bereitstellung von Dienstleistungen unentbehrlich. Nahrung, Fasern für Bekleidung oder Holz brauchen Fläche zum Wachsen. Auch Flächen wie Straßen und Gebäude, die biologisch unproduktiv sind, finden Beachtung, genauso wie die Flächen für Abfälle und CO2, die erforderlich sind, um diese wieder unschädlich zu machen oder in den Kreislauf der Natur zurück zu führen. Flächen, die global begrenzt sind und nicht beliebig erweitert werden können!

Alle Angaben in diesem Footprintrechner sind in "globalen Hektar (gha)" oder "globalen Quadratmetern" (gm²) ausgedrückt (1 gha = 10.000 gm²). Das "globale Hektar" ist eine einheitliche "Währung", die die unterschiedliche Fruchtbarkeit von verschiedenen Landstrichen ausgleicht.

Der persönliche Fußabdruck wird zum besseren Verständnis den Bereichen Wohnen, Ernährung, Mobilität und Konsum sowie den allgemeinen gesellschaftlichen Leistungen (grauer Fußabdruck) zugeordnet.

Zusätzliche Erklärung zu den Bereichen finden Sie unter FAQs

Globale Lage:

Die gesamte zur Verfügung stehende bioproduktive Fläche der Erde war 2010 etwa 11,9 Milliarden Hektar groß.

Auf die damals ca. 6,9 Milliarden Menschen verteilt ergab dies ca. 1,8 gha verfügbarer Biokapazität pro ErdenbürgerIn. Mit dieser Fläche müssen auch die Bedürfnisse von anderen Lebewesen, Wildtieren und Urwäldern abgedeckt werden.

Würden alle Menschen so ressourcen-intensiv leben wollen wie wir in Österreich (5,3 gha pro Person), so bräuchte es mindestens drei Planeten von der Qualität der Erde, um die Ansprüche im Heute zu erfüllen.

Obwohl Milliarden Menschen mit weniger als ihrem fairen Anteil auskommen müssen, ist es in Österreich (noch) nicht möglich, durch individuelle Maßnahmen diesen Wert zu erreichen.

Dazu sind auch grundsätzliche Änderungen in der Art und Weise nötig, wie wir als Gesellschaft insgesamt wirtschaften, produzieren und konsumieren.

Dazu müssen wir auch politisch aktiv werden und gemeinsam die Rahmenbedingungen verändern.

Und nicht zuletzt wird es nötig sein, zu fragen, was wir wirklich unter "Gutem Leben" verstehen.

Was ist der Ökologische Fußabdruck?

Der Ökologische Fußabdruck ("Footprint") ist ein einfach zu vermittelndes Maß für die Begrenztheit der Erde, das sowohl auf einer starken Metapher als auch auf einer naturwissenschaftlichen Methode fußt.

Die Methode wurde Anfang der 90er Jahre von den Wissenschaftlern William Rees und Mathis Wackernagel entwickelt.
Der Ökologische Fußabdruck ("Footprint") bemisst die Summe der durch den Konsum von Waren, Energie und Dienstleistungen in einem Jahr in Anspruch genommenen Bio-Kapazität der Erde (vereinfacht: bioproduktive Flächen), unabhängig davon, wo auf der Welt diese Inanspruchnahme passiert.

"Wie viele Planeten von der Qualität der Erde wären nötig, wenn alle 7 Milliarden Menschen die gleiche Ressourcenmenge verbrauchen würden, wie Sie?"
Footprint - der Ökologische Fußabdruck kann diese Fragen beantworten.

Egal ob Fleisch oder Gemüse, Wasser oder Holz, Baumwolle oder Schafwolle, Getreide oder Agrardiesel, alles braucht einen Teil unserer Erdoberfläche, um entstehen zu können. Auch Mülldeponien, Städte und Autobahnen benötigen natürlichen Platz, genauso wie das klima-wirksame CO2 der Abgase von Kraftwerken, Flug- und Autoreisen großen Naturflächen benötigt, um wieder unschädlich gemacht zu werden.

Der ökologische Fußabdruck addiert den Flächenbedarf (gewichtetet als Biokapazität) und macht als Maßstab deutlich, wie weit wir die ökologischen Grenzen unseres Planeten schon erreicht haben.
Das Konzept geht auf die Wissenschafter William Rees und Mathis Wackernagel zurück, die den Ecological Footprint 1994 als Maßstab für den globalen Flächen und Ressourcenverbrauch vorgeschlagen haben.

Der Footprint kann für ein Land, ein einzelnes Produkt oder für die gesamte Menschheit berechnet werden. Dieses online-tool berechnet den individuellen Footprint einer Person.

Maßstab Global Hektar

Sowohl der Verbrauch von Ressourcen (= Footprint) als auch das Angebot an natürlichen Ressourcen (= Biokapazität) werden in so genannten "Global Hektar" (gha) gemessen.
Ein "Global Hektar" (1 gha = 10.000 Quadratmeter) entspricht einem Hektar weltweit durchschnittlicher biologischer Produktivität.

Fläche gehört zu den begrenzten Ressourcen auf dem Planeten. Da die Erde nicht wachsen wird, wird das auch so bleiben

Overshoot

Wird in einer Region -oder am Planeten insgesamt - mehr Biokapazität beansprucht als dauerhaft vorhanden ist, spricht man von ökologischer Verschuldung.

Im Jahr 2012 hatte die Menschheit bereits die Gegenleistung von 1,5 Planeten in Anspruch genommen, war also 50% im overshoot, ein prinzipiell nicht nachhaltiger Zustand!
Der Tag, an dem die für dieses Jahr nachhaltig zur Verfügung stehenden Natur-Ressourcen aufgebraucht waren (World Overshoot Day) war entsprechend der 22.August.

Teilt man die vorhanden, bioproduktive Fläche unserer Erde (ca. 11,9 Mrd.Hektar) auf alle heute lebenden Menschen auf, dann entfallen auf jeden Menschen etwa 1,7 Hektar.

Der ökologische Fußabdruck einer durchschnittlichen ÖsterreicherIn beträgt hingegen 5,3 gha.

Das bedeutet: Wir leben deutlich über unsere Verhältnisse! Es bräuchte drei Planeten von der Qualität der Erde, um alle Menschen auf dem Verbrauchsniveau von Österreich leben zu lassen.

Am extremen Ende der Skala finden sich etwa die US-Amerikanerinnen mit ca. 8 gha pro Kopf oder einige Golf-Staaten mit mehr als 10 gha pro BewohnerIn.
Demgegenüber muss eine Inderin im statistischen Durchschnitt mit 0,9 gha Hektar und so manche AfrikanerIn noch mit deutlich weniger auskommen.

Wie funktioniert ein Footprint-Rechner

Ausgangsbasis der Berechnung sind die Footprint-Werte einer Durchschnitts-ÖsterreicherIn.
Um den persönlichen Footprint zu ermitteln, werden diese Werte entsprechend der individuellen Angaben angepasst. Die Fragen orientieren sich an den vier Lebensbereichen Ernährung, Wohnen, Mobilität und Konsum.

Ernährung: Dazu zählt die gesamte Nahrung die wir konsumieren, oder wegwerfen, ebenso wie die Verpackung und der Ressourcenbedarf für Transport und Zubereitung. Rund 23% des durchschnittlichen Footprints entfällt auf den Bereich Ernährung.

Wohnen: In diesem Fragebereich geht es um jene Ressourcen, die wir für Wohnen, Heizung, Strom, Wasser verwenden. Rund 14% des durchschnittlichen Footprint entfällt auf den Bereich Wohnen.

Mobilität: Hier geht es nur um die persönliche Mobilität. Der Transport von Gütern wird bei den Kategorien Ernährung bzw. Konsum eingerechnet. Rund 15% des durchschnittlichen Footprint entfällt auf den Bereich der Mobilität.

Konsum und Dienstleistung
Hier geht es um den Footprint der Herstellung von Gütern und der Bereitstellung von Dienstleistungen. Dazu zählen Holz, Textilfasern, Metall, Beton, Glas etc. zur Herstellung von Fahrzeugen und für Konsumgüter wie Papier, Möbel, Elektronik, Bekleidung oder Sportgeräte, aber auch Nächtigen in Hotels, Friseurbesuche und vieles mehr. Dieser Bereich macht 19% des Footprints aus.

Für alle Fragen, die unbeantwortet bleiben, kommen die Durchschnittswerte zur Anwendung.

So können trotz unvollständiger Angaben realistische Ergebnisse ausgewiesen werden. Damit können sie auch nur Teilbereiche des Footprints errechnen und Verbesserungspotential erkunden, ohne irrige Gesamtergebnisse zu bekommen.

Der tatsächliche Footprint kann beträchtlich vom Durchschnitt abweichen und hängt vom Lebensstil, den Reisegewohnheiten, der Ernährung, dem verfügbaren Einkommen und den Wohnumständen ab!

Dazu kommt für jeden Bürger des Landes der gleiche Anteil an allen Gemeingütern, der sogenannte "Graue Footprint", der fast ein Viertel des Footprints ausmacht.

Grauer Footprint

Der Grauen Footprint entsteht durch die Nutzung allgemein angebotener Leistungen (auch "gesellschaftlicher Overhead" genannt)
Darin finden sich alle Ressourcen, die nicht eindeutig einzelnen Menschen zugeordnet werden können, etwa die Errichtung und der Betrieb von öffentlichen Gebäuden, der Aufwand für die Errichtung von Wohnraum, die Verkehrs-Infrastruktur (Strassen und Bahn), die Versorgungsinfrastruktur (Wasser, Kanalisation, Stromleitungen) sowie Lawinen-und Hochwasserschutz, das Bildungswesen, das Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Governance-Aufwand (von Bundesregierung bis Gemeinderats-Saal), Feuerwehr/Polizei/Justizsystem, Kultur- und Sporteinrichtungen, Militär …

Was kann der Fußabdruck nicht messen?

Für eine zukunftsfähige Welt braucht es mehr als einen passenden Fußabdruck. Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit sind genauso wichtig, können aber mit Fußabdruck nicht gemessen werden. Auch einige ökologische Kriterien wie der Wert der Artenvielfalt und das Risiko von Atomkraft oder Gentechnik bleiben unbeachtet.

Atomkraft beispielsweise hat einen scheinbar recht geringen Flächenbedarf. Allerdings sind die Abermillionen Hektar, die im Falle eines Atomunfalls durch Verseuchung verloren gingen, nicht erfasst sind, eben so wenig die Gesundheitsfolgen der Strahlung.

Auch "Giftigkeit" und anderen Langzeitfolgen können nur ungenügend mit Footprint erfasst werden.

z.B. kann der Einsatz von Spritzmittel (kurzfristig) den Ertrag erhöhen, wirkt sich also rechnerisch günstig auf den Flächenbedarf aus. Das verseuchte Grundwasser und die Gifte in der Nahrung machen das aber alles andere als erstrebenswert.

Beim Transport von Gütern sind die Energie und der Flächenverbrauch für die Autobahnen natürlich eingerechnet, aber die Krankheiten durch Feinstaubemissionen oder die Verkehrstoten werden nicht erfasst.

Auch der Wert der Artenvielfalt ist mit Footprint nicht abzubilden und so kann der Maßstab Footprint eine vollständige Ökobilanz und eine Prüfung der sozialen Verträglichkeit und der Gesundheitsfolgen in keinem Fall ersetzen.

Zugleich stellt das "Ende des ökologischen Defizits ("Overshoot") eine unbedingt nötige, wenn auch nicht hinreichende Bedingung für eine zukunftsfähige Gesellschaften dar.

Die Verringerung des eigenen Fußabdruckes auf ein global verträgliches Maß bleibt daher die zentrale Herausforderung jeder nachhaltigen Entwicklung!

Sind Bemühungen von Einzelnen nicht vergeblich?

Tatsächlich müssen - und werden - sich auch "Politik" und "Wirtschaft" ändern.
Der Anstoß zu jeder Veränderung kommt allerdings immer von Menschen, meist sogar von wenigen VorreiterInnen.

"Sei die Veränderung, die du in der Welt vorfinden möchtest"
Mahatma Ghandi
Nur der Mensch selbst ist ein ethisch handlungsfähiges Subjekt.

Die globale Interpretation der "Goldenen Regel" (ökologischer kategorischer Imperativ) lautet:

Unsere "Freiheit", einen beliebigen Lebensstil zu wählen, endet dort,
wo unsere Lebensart die Freiheit Anderer beschneidet,
ein menschenwürdiges Leben zu führen oder überhaupt zu überleben.

Unser heutiges Niveau an Naturverbrauch erfüllt dieses ethische Prinzip nicht im geringsten.

Jede Fläche, die wir zusätzlich zu dem fair zustehenden Anteil beanspruchen, bleibt einem anderen Menschen irgendwo auf der Welt vorenthalten!

Unser "Konsum-Stil" ist also nur auf Kosten anderer Menschen, auf Kosten der Natur und auf Kosten aller Zukünftigen möglich.

Die "5 - F" Regel fokussiert auf die zentralen Maßnahmen, mit denen Wir am meisten zu einer Reduktion des persönlichen Footprints - und damit zu einer faireren Welt - beitragen können:

  • Fliegen - besser nie
    Die Lebens-Flugkilometer dramatisch verringern.
  • Fleisch und tierische Produkte - deutlich weniger
    Die konsumierte Menge tierischer Produkte deutlich verringern, Bio-Landbau, lokale und jahreszeit-gerechte Produkte bevorzugen.
  • Fahren mit dem Auto - so wenig wie möglich
    Die zurückgelegten Strecken deutlich reduzieren, langsamer und nie alleine fahren, möglichst bald auf E-Mobilität mit Sonnenstrom umsteigen.
  • Wohnen wie im Fass
    Den Wohnraum gut isolieren, mehr gemeinsame Nutzung, auf erneuerbare Energien setzen, auf öffentliche Erreichbarkeit achten.

Zu gewinnen gibt es die Freude an einem zukunftsfähigen Lebensstil

Das gute Gefühl, weniger auf Kosten anderer zu leben.

Durch zukunftsfähige Lebensstile bleibt mehr Zeit für ein bewussteres (Er-)Leben.

Daneben können durch die Unterstützung von Programmen, die sich für die Bewahrung der Natur einsetzen, laufenden Schäden eingeschränkt und die Bioproduktivität unseres Planeten stabilisiert bzw. eventuell sogar verbessert werden.

Allen voran ist auch breites politisches Engagement notwendig. Denn ohne prinzipielle Veränderungen in der Art und Weise, wie wir wirtschaften und konsumieren, bleiben viele persönliche Maßnahmen ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Eine Initiative des Lebensministerium

Der vorliegende Rechner ist eine Weiterentwicklung des österreichischen Footprint Rechners 2007.
Die Erstellung erfolgte im Auftrag des BMLFUW durch footprint-consult e.U.

Die Autoren danken für die fachliche Unterstützung durch das Netzwerk Footprinting

Weitere Informationen zum Ökologischen Fußabdruck:
www.footprint.at
www.footprintnetwork.org/de